Zum Welttag der Handhygiene am 5.Mai

 

Die Gesundheit liegt in der Hand eines jeden Einzelnen – um diesem Fakt mehr Bekanntheit zu verschaffen und ihn im Bewusstsein zu verankern, rief die Weltgesundheitsorganisation am 5.Mai 2009 zum ersten Mal den Welttag der Handhygiene aus. Dieser lässt sich leicht merken, schließlich steht das Datum (5.5.) für die jeweils fünf Finger der menschlichen Hände, dessen regelmäßiges Waschen und Desinfizieren zur Aufrechterhaltung der Gesundheit zwingend notwendig ist.

Auch wenn der Zusammenhang zwischen Handhygiene und Infektionsvermeidung gerade während der Corona-Pandemie besonders deutlich wurde, sind hier noch einmal die wichtigsten Hinweise zur sprichwörtlichen Handhabung der richtigen Handhygiene:

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Hände sind der häufigste Überträger von Krankheiten. Ob im Haushalt bei der Zubereitung von rohem Fleisch oder Eiern, der Haltegriff in dem öffentlichen Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit, das Streicheln eines Tieres, der Einkaufswagen im Supermarkt oder, man kann es sich kaum noch vorstellen, das Händeschütteln als gängige Begrüßungsformel. Keime lauern überall – und man kommt mit ihnen schneller in Berührung als gedacht, denn sobald die Finger das Gesicht berühren, können Erreger über die Schleimhäute von Mund, Auge oder Nase in den Körper gelangen und so eine Infektion auslösen. Jedoch lässt sich mit folgenden Hinweisen eine Ausbreitung von Keimen vermeiden.

Grundsätzlich sind zwei Formen der Handhygiene zu unterscheiden: das Waschen und das Desinfizieren.

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Zum Händewaschen wird ausdrücklich nach dem nach Hause kommen, vor dem Zubereiten von Speisen und damit verbunden vor und nach dem Essen geraten. Außerdem nach dem Toilettengang beziehungsweise einer Assistenz zum Toilettengang sowie nach dem Kontakt mit Tieren und Abfällen. Darüber hinaus ist ein Händewaschen bei Kontakt mit Kranken, der Behandlung von Wunden, der Medikamentenverwendung als auch kosmetischen Anwendung unerlässlich.

Folgende 4 Schritte stellen ein gründliches Händewaschen sicher:

  • die Hände unter fließendes Wasser halten
  • ein gründliches Einseifen der Handinnenflächen, des Handrückens, der Fingerspitzen, Fingerzwischenräume, Daumen und Fingernägel von mindestens 30 Sekunden
  • Abspülen unter fließendem Wasser
  • anschließend gründliches Abtrocknen – Fingerzwischenräume nicht vergessen!

 

Ein zweiter Teil der Handhygiene ist das Desinfizieren.

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Dies ist in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern unumgänglich, schließlich steht das Personal permanent in Kontakt mit Patienten und Produkten, von denen Krankheitserreger übertragen werden können.

Hier ist die Händehygiene gezwungenermaßen ein fester Bestandteil im Arbeitsalltag und Hygienekonzept, welches sowohl dem präventiven Nutzen des Patienten als auch dem Pflegepersonal dient. Hierbei soll vor allem die transiente Hautflora (nicht zur eigenen Hautflora gehörend) eliminiert werden, wodurch das Übertragen von Mikroorganismen von einem Patienten auf den anderen verhindert werden soll.

Grundsätzlich müssen die Hände immer in folgenden Situationen desinfiziert werden:

  • vor und nach Kontakt mit einem Patienten
  • nach dem Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung
  • vor Tätigkeiten in einem sterilen Umfeld
  • nach dem Kontakt mit potenziell infektiösen Materialien

Auch hier ist es wichtig, alle Handbereiche (Handgelenke, Daumen, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume) mit dem Desinfektionsmittel gründlich zu befeuchten.

 

Waschen oder Desinfizieren?

Grundsätzlich führt die Händedesinfektion zu einer höheren Reduktion von Keimen als das Händewaschen – und bietet damit einen größeren Schutz. Außerdem wird die Haut durch die Desinfektion geringer belastet, denn das Händewaschen mit Seife wäscht dauerhaft die schützenden Fette aus der Hornschicht der Haut heraus. Alkoholische Desinfektionsmittel spülen die Hautfette jedoch nicht ab. Als Tipp kann man sich merken, dass man im Alltag auf ein Händewaschen mit anschließendem Desinfizieren verzichten sollte, denn dies belastet die Haut besonders stark.

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